Lernen nach Birkenbihl

Birkenbihl Russisch lernen

Ich habe es teilweise schon immer getan. Lernen nach Birkenbihl heißt vor allem: Nie wieder Vokabeln. Interressanterweise verfolgen Apps wie Duolingo den Ansatz vom intuitiven lernen. Doch es ist das gewisse Etwas, was fehlt. In nächster Zeit lerne ich nur noch mit der Birkenbihl-Methode und stelle meine Lernmaterialien für euch frei zur Verfügung. In folgenden Schritten wird gelernt:

  1. De-kodieren

Bei der Birkenbihl Methode de-kodieren wir einen Text, dass heißt, wir übersetzen wörtlich. Diesen hören wir uns dann im ersten Schritt aktiv an und lesen dabei das deutsche mit. Bis wir so weit sind, dass wir den Sinn und die Worte verstehen. Wir lernen also keine Vokabel. Wir hören beispielsweise „привет“ und lesen gleichzeitig „hallo“.Dadurch speichert unser Gehirn nicht „приветhallo“ und verbindet wie in diesem Fall das Russische NICHT immer mit dem Deutschen. So lernt man frei in russisch zu reden und zu denken, ohne dass einem ständig die Übersetzung im Kopf herum schwirrt.

2. Aktiv Hören

 

Beim aktiven hören lesen wir den Text aufmerksam erst in deutsch mit. Wenn wir merken, dass wir ein Wort begriffen haben, können wir in die obere Zeile wechseln und statt dem deutschen das russische mitlesen und wenn es kritisch wird und das eine Wort mir nicht mehr bekannt ist kann ich automatisch die Zeile zurück wechseln. Sobald wir den Text kapiert haben, können wir den Zettel weg schmeißen! Bis jetzt haben wir noch nicht versucht zu sprechen, wir lernen erst die Bedeutung der Worte und den Sinn eines Satzes ganz automatisch über den de-kodierten Text. Die Aussprache lernen wir vor allem passiv.

3. Passiv Hören

Beim passivem lernen spielen wir die Lektion in dauerschleife immer wieder im Hintergrund ab. (Daher lerne ich gerne mit Musik, da braucht man keinen Muttersprachler, der einen den Text aufnimmt). Wir hören nicht aktiv zu, auch Fernsehen darf man, oder Auto fahren, oder bügeln, sich mit jemanden unterhalten etc. Wichtig ist nur, dass es genau so laut ist, dass der Text wenn im Raum (oder an dem Ort) stille Wäre, gerade so zu verstehen ist. Unser Gehirn erledigt den rest. Wichtig ist, dass wir das passive Hören nicht vernachlässigen. Es ist äußerst Wichtig und vergleichbar mit einem Auslandsaufenthalt. Wenn die Sprache einen umgiebt, lernt man am besten. Dafür braucht man nicht in die russische Banja gehen oder in den Flieger zu steigen, mach deine Lektionen an und zusätzlich Internetradio beim Kochen oder, oder, oder… es gibt so viele Möglichkeiten.

4. Aktivitäten

Der letzte Schritt ist z.B. sprechen oder schreiben. Wir können ganz einfach mit der Musik mitsingen oder den vorgelesenen Text im Chor mitsprechen. Oder wir machen aus dem Text einen Lückentext. Hiermit üben wir das Verwenden der Sprache NACHDEM wir sie verstanden haben.

Toni Fenske

Autor: Toni Fenske

Bürokaufmann, Sprachenbegeistert und Intervallfaster!

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